Backup auf einem dedizierten vServer hat mehr Schichten als beim Shared-Hosting. Plesk-Backup, Server-Snapshots auf VM-Ebene, plus optional eigene Cloud-Backups. Hier was bei uns automatisch läuft und was Du zusätzlich machen kannst.
Was wir automatisch machen
Plesk-Daily-Backup (alle 6 Stunden)
Standard auf vServer: alle 6 Stunden ein Plesk-Backup, 14 Tage Aufbewahrung.
Inhalt:
- Webseiten-Files
- Mailpostfächer
- Datenbanken
- Plesk-Konfig (Service-Pläne, Endkunden, etc.)
Vier Backup-Stände pro Tag — wenn was am Vormittag schiefgeht, kannst Du auf 18 Uhr gestern zurück.
VM-Snapshots auf Hypervisor-Ebene
Zusätzlich machen wir Server-Snapshots der ganzen VM:
- Tägliche Snapshots (7 Tage zurück)
- Wöchentliche Snapshots (4 Wochen zurück)
- Monatliche Snapshots (3 Monate zurück)
VM-Snapshots beinhalten:
- Komplettes OS
- Plesk + alle Apps
- Custom-Konfig (von uns oder durch Tickets)
- Docker-Container und Volumes
Wenn Plesk-Backup nicht weit genug zurück geht oder OS selbst kaputt ist: VM-Snapshot ist die Rettung.
Bei Hardware-Ausfall: VM-Migration
RAID10 schützt gegen einzelne Plattenausfälle. Bei größeren Hardware-Problemen:
- VM wird auf anderen Host migriert (typisch live, manchmal kurze Downtime)
- Daten kommen 1:1 mit
- Du merkst’s bestenfalls gar nicht, schlimmstenfalls 5–15 Min Downtime
Self-Service-Restore aus Plesk-Backup
In Plesk → Konto → Sichern & Wiederherstellen:
- Liste der Backups (4 pro Tag, 14 Tage = ~56 Snapshots)
- Klick auf Backup → Inhalte erkunden → einzelne Datei finden → Wiederherstellen
- Oder Komplett-Restore
Funktioniert für:
- Einzelne Datei einer Endkunden-Site
- Ganzer Endkunden-Account
- Ganzer Reseller-Bereich (bricht ab, falls aktive Sessions)
Restore-Dauer: kleine Restores Minuten, Komplett-Restore Stunden.
Mehr in Backup erstellen und Restore (Plesk-Webhosting-KB) — Mechanik identisch.
Restore aus VM-Snapshot
VM-Snapshots sind nicht direkt in Plesk sichtbar — wir machen Restore daraus per Ticket.
Wann VM-Snapshot statt Plesk-Backup?
- Plesk-Backup defekt / nicht weit genug zurück
- OS oder Plesk-Stack kaputt (über Plesk-Backup nicht behebbar)
- Custom-Konfig verloren, Plesk-Backup hat das nicht
- Major-Update (von Plesk oder OS) hat Stack zerschossen
Wie Du Restore anforderst
Ticket bei uns:
Bitte Server-Snapshot vom
einspielen. Grund: Plesk-Update am hat php-fpm zerschossen, Sites antworten 502.
Wir:
- Verifizieren Snapshot-Verfügbarkeit
- Mit Dir Zeit-Slot abstimmen (kurze Downtime nötig)
- Restore durchführen
- Test, Bestätigung an Dich
Dauer: Restore-Zeit 30-60 Min plus Abstimmung.
Eigene Backup-Strategie zusätzlich
Wenn Dir unser Standard nicht reicht:
Plesk-Backup auf externes Ziel
In Plesk → Konto → Sichern & Wiederherstellen → Remote-Storage:
- FTP/SFTP zu eigenem Server
- Amazon S3 / Backblaze B2
- Google Cloud Storage
- WebDAV
Plesk pusht zusätzliches Backup zu diesem Ziel.
Use Case: Du willst Backup unter Deiner Kontrolle, nicht nur bei xaweho.
Manuelle DB-Dumps in eigenes Storage
Per Cron-Job (in Plesk konfigurierbar):
mysqldump --all-databases | gzip > /backup/db-$(date +%Y%m%d).sql.gz
rsync -avz /backup/ user@dein-server:/path/
Spezifisch für DB-intensive Setups.
restic / borg für Files
Per Reseller-SSH:
restic backup ~/ --repo sftp:user@dein-server:/repos
Open-Source, verschlüsselt, dedupliziert.
Off-Mac-Storage zu Synology in unserem Rack
Wir können Dir eine Backup-Synology in einem unserer anderen RZ (Nürnberg, Falkenstein) bereitstellen, auf die Plesk pushed.
Vorteil: Off-VM, Off-Hypervisor, in zweitem RZ. Aufpreis: ähnlich wie Synology-Backup-Add-on (siehe Storage-Tarife).
Schreib Ticket, wenn Du das willst.
Backup-Tests
Wichtig: Backup ohne erfolgreichen Restore-Test ist eigentlich kein Backup.
Quartalsweise Test-Restore
Empfohlen alle 3 Monate:
- Random File aus Plesk-Backup wiederherstellen
- Prüfen, dass Inhalt korrekt ist
- Verschlüsselungs-Passwörter funktionieren
Disaster-Recovery-Drill
Einmal im Jahr (oder bei größeren Änderungen):
- Hypothetisches „Server komplett weg”-Szenario durchspielen
- Wie würdest Du Restore beauftragen?
- Was wäre die kritische Zeit?
Wir helfen bei Drill-Planung — Ticket reicht.
Was nicht im Backup ist
- Andere Reseller-Bereiche auf anderen vServern (separate Setups, separate Backups)
- Externe Daten (Cloudflare-Cache, externe APIs)
- Live-Services, die in dem Moment Daten halten (Memcached, Redis)
- Mail im Mailclient Deiner Endkunden (das ist auf deren Geräten)
Rolle der RAID10-Spiegelung
RAID10 ist KEIN Backup. Es ist Ausfallsicherheit für Plattenausfall:
- Eine Platte stirbt → keine Downtime, keine Datenverlust
- Zwei Platten in derselben Spiegel-Gruppe sterben → Daten weg
Aber: RAID10 schützt nicht vor:
- Versehentlichem Löschen
- Software-Crash mit Daten-Korruption
- Hack
- Ransomware
Daher: RAID10 + Plesk-Backup + VM-Snapshot — drei Schichten, jede gegen anderes Risiko.
Empfohlene Strategie für vServer-Kunden
Standard-Setup (für die meisten)
- Plesk-Backup (alle 6h, 14 Tage) — Standard, machen wir
- VM-Snapshots — Standard, machen wir
- RAID10 — Standard, machen wir
Das deckt 95% aller Fälle ab. Nichts zusätzliches nötig.
Erweitertes Setup (Compliance, kritische Daten)
- Plus Plesk-Backup auf externes Ziel (eigenes oder unser Synology)
- Plus regelmäßige DB-Dumps in separates Storage
- Plus Off-Site-Backup in zweitem RZ
Aufwand etwas mehr, Sicherheit höher.
Premium-Setup (geschäftskritisch)
- Alles aus erweitertem
- Plus automatische Snapshot-Replikation in zweites RZ (auf Anfrage)
- Plus Hot-Standby-Server für sofortige Failover (Custom-Setup, schreib uns)
Häufige Fragen
Wie groß ist der Plesk-Backup-Footprint? Komprimiert ~50-70% der Original-Daten. Bei 100 GB Live-Daten: ~70 GB Backup-Storage zusätzlich, multipliziert mit 14 Tage Retention.
Bei großen Setups: Backup-Disk ist teurer als Live-Disk. Kann Tarif-Upgrade rechtfertigen.
Backup-Storage zählt zu meiner Tarif-Quota? Ja. Daher bei großen Sites: externes Backup-Ziel sinnvoll, entlastet Server-Disk.
Verschlüsselung der Backups — ja oder nein? Wir empfehlen ja. Server-side bei Plesk: optional an. Backup-Passwort sicher aufbewahren.
Wie lang dauert Restore aus VM-Snapshot? 30-90 Min, je nach Server-Größe.
Können Endkunden Self-Service-Restore? Wenn Service-Plan erlaubt — ja, auf ihre eigenen Files. Server-weite Restores nur durch uns.
Was, wenn ein Endkunde Daten verliert? Endkunde Self-Service-Restore aus seinem Plesk-Backup-Tab. Falls nicht verfügbar: Du als Reseller machst Restore. Falls weiter weg: VM-Snapshot via uns.
Wie alt darf ein Backup sein, das ich wiederherstelle? Plesk-Backups: bis 14 Tage zurück. VM-Snapshots: bis 3 Monate zurück. Älter: nur, wenn Du eigenes externes Backup hast.
Restore von einem anderen vServer auf diesen — geht das? Cross-Server-Restore möglich, mit Plesk-Migrator oder per Ticket. Vorsicht bei DNS/SSL-Konfig — kann Anpassung brauchen.
Weiter geht’s
Erste Anmeldung am Plesk vServer
Was Du nach der Bestellung bekommst, wie der Reseller-Login aussieht, wer was darf. Das Modell verstehen, bevor Du loslegst.
Was anders ist als beim Shared-Reseller
Plesk vServer hat einige Vorteile gegenüber dem Shared-Reseller-Tarif: dedizierte Resourcen, Docker, Plesk Migrator. Wann sich der Wechsel lohnt.
Service-Pläne und Endkunden auf dem vServer
Endkunden-Verwaltung auf dem dedizierten vServer. Wie sich's vom Shared-Reseller unterscheidet, welche Quotas sinnvoll sind, Bulk-Workflows.
Docker im Plesk nutzen
Docker-Container direkt aus Plesk starten — eigene Apps, Tools, Test-Setups isoliert auf dem vServer betreiben. Setup, typische Use-Cases.