Nach Bestellung des Plesk-vServers richten wir Dir eine eigene VM mit Plesk ein, fahren eine optimale Initialkonfiguration und legen einen Reseller-Account mit allen Server-Ressourcen an. Hier was Du bekommst, wie Du Dich einloggst und welches Rollen-Modell wir fahren.
Was Du nach der Bestellung bekommst
Innerhalb von 30 Minuten kommt eine Mail mit:
- Plesk-URL: typisch
https://<deine-server-domain>:8443oderhttps://<server-ip>:8443 - Reseller-Username und Initialpasswort
- Server-IP (IPv4) und IPv6
- Hinweise zum Onboarding und Verweise auf Standard-Aufgaben
Wir liefern den Server nicht „leer” — Plesk Web Host ist installiert, mit unserem getunten Initial-Setup. Du musst nichts an OS oder Plesk-Stack anfassen.
Erstanmeldung
- Plesk-URL im Browser öffnen
- Browser warnt evtl. wegen Self-Signed-Cert auf Port 8443 — akzeptieren (Letʼs Encrypt für Plesk-URL setzen wir auf Wunsch oder Du selbst — siehe unten)
- Login mit Reseller-Username + Initialpasswort
- Plesk fordert sofort neues Passwort
Nach Wechsel landest Du in der Service-Provider-View (Plesk-Sprachgebrauch: für Reseller die richtige Sicht).
Das Rollen-Modell — wer darf was
| Rolle | Wer | Was sie/er macht |
|---|---|---|
| Server-Admin | xaweho (wir) | OS-Setup, Plesk-Installation, OS-Patches, Plesk-Updates, Hardware-Wartung, Snapshots, Custom-Anpassungen auf Ticket |
| Plesk-Reseller | Du | Service-Pläne, Endkunden-Accounts, Domains, Mail, DBs, Docker-Container, Plesk-Migrator-Migrationen |
| Plesk-Endkunde | Deine Kunden (optional) | Eigene Domains, Mail, DBs innerhalb des Service-Plans, den Du definierst |
Du hast keinen Root-SSH-Zugang zum Server selbst — den Root behalten wir. Das ist Absicht: damit der Stack stabil bleibt und wir Wartung sauber durchziehen können. Wenn Du etwas brauchst, das tiefer geht als Plesk-Reseller (eigener Daemon, Custom-nginx-Konfig, exotische Extension): Ticket bei uns. Mehr in Anpassungen per Ticket anfordern.
Was Du als Reseller darfst
Innerhalb von Plesk hast Du den vollen Reseller-Funktionsumfang:
- Service-Pläne anlegen (eigene Quotas, Berechtigungen)
- Endkunden unbegrenzt anlegen
- Domains beliebig viele aufschalten
- Mailpostfächer, Datenbanken, FTP-Accounts unbegrenzt
- WordPress-Toolkit für alle Sites
- Docker-Container starten, verwalten, stoppen
- Plesk Migrator nutzen für Server-zu-Server-Umzüge
- Let’s Encrypt für jede Domain ein-Klick
- SSH-Reseller-Zugang zu Deinem Reseller-Bereich (chrooted, kein Root)
Was Du als Reseller nicht darfst
- Root-SSH zum Server
- OS-Pakete installieren (
apt install xyzauf System-Ebene) - Plesk selbst updaten (machen wir)
- Hostname / DNS-Server-Konfig ändern
- Custom-Daemon außerhalb von Docker installieren
- Firewall-Regeln ändern (machen wir auf Wunsch)
Alles, was hier nicht geht — schreib uns Ticket, wir machen’s. Mehr in Anpassungen per Ticket.
Erste Sofort-Maßnahmen
1. Reseller-Passwort wechseln
Du hast bereits beim Erstlogin ein neues Passwort gesetzt. Stell sicher, dass’s stark ist und im Passwort-Manager liegt.
2. 2FA aktivieren
Avatar oben rechts → Sicherheit → Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mit Authenticator-App koppeln.
Bei Reseller-Account doppelt wichtig: kompromittiertes Passwort = volle Kontrolle über alle Endkunden und Server-Resourcen.
3. Email-Adresse prüfen
Avatar → Profil. Korrekte E-Mail für Plesk-Notifications? Wichtig für Backup-Status, SSL-Hinweise, Quota-Warnungen.
4. SSL für Plesk-URL einrichten
Default: Plesk hat Self-Signed-Cert auf der eigenen URL.
Optionen:
- Du selbst: in Plesk-Werkzeuge & Einstellungen → SSL/TLS-Zertifikate für Plesk → Let’s Encrypt für die Plesk-URL beantragen
- Oder Ticket bei uns — wir machen’s
Empfehlung: gleich mit eigenem Hostname (z.B. plesk.deine-domain.de) und Let’s Encrypt.
5. Backup-Status prüfen
In Plesk → Konto → Sichern & Wiederherstellen. Daily-Backup ist Default aktiv (machen wir auf Server-Ebene + Plesk-Ebene). Falls Du eigene Backup-Strategie willst: siehe Backup-Strategie.
Service-Provider-View — wo Du was findest
Linke Navigation:
- Home — Dashboard
- Kunden — Endkunden-Liste (anfangs leer)
- Abonnements — Hosting-Pakete (anfangs leer)
- Service-Pläne — Templates für Endkunden-Accounts
- Domains — alle Domains übergreifend
- Anwendungen — Softaculous, WordPress-Toolkit
- Erweiterungen — Docker, Plesk Migrator und andere Tools
- Werkzeuge & Einstellungen — Plesk-Settings (eingeschränkt für Reseller)
Wenn Du den Server nur für eigene Sites nutzt: Du arbeitest direkt in Domains, ohne Service-Pläne und Endkunden anzulegen.
Wenn Du Endkunden hosten willst: erst Service-Pläne, dann Kunden-Accounts. Mehr in Service-Pläne und Endkunden.
Was Du als Erstes machen solltest
Klassischer Onboarding-Ablauf:
- 2FA aktivieren (Sicherheit)
- Service-Pläne anlegen wenn Du Endkunden hosten willst
- Erste Domain aufschalten (eigene oder erste Endkunden-Domain)
- DNS-Setup beim Domain-Registrar auf
ns1.xaweho.deundns2.xaweho.de - Let’s Encrypt für die Domain in Plesk aktivieren
- Migration vom alten Server mit Plesk Migrator — siehe Plesk Migrator nutzen
Häufige Fragen
Plesk-URL erreichbar machen ohne Self-Signed-Warning? Let’s Encrypt für die Plesk-URL einrichten. Plesk macht das in zwei Klicks unter Werkzeuge & Einstellungen → SSL/TLS für Plesk.
Habe ich SSH-Zugang? Reseller-SSH ja, in Deinen Plesk-Reseller-Bereich (chrooted). Root-SSH zum Server: nein, behalten wir.
Welche Plesk-Edition haben wir installiert? Plesk Web Host Edition — die größte Edition mit Reseller-Support, allen Tools, unbegrenzten Domains. Inklusive WordPress-Toolkit, SiteJet, Softaculous.
Welches OS läuft drauf? Debian-Standard, alternativ Ubuntu LTS oder AlmaLinux auf Wunsch. Du musst Dich nicht drum kümmern, aber gut zu wissen.
Kann ich das Plesk-Hostname (plesk.<server>) ändern?
Schreib uns Ticket. Custom-Hostname für Plesk-URL setzen wir gerne ein.
Was kostet die optimale Initialkonfiguration extra? Nichts. Standard im Tarif.
Was, wenn ich Plesk-Reseller nicht ausreichend finde? Schreib Ticket mit Anforderung. Wir prüfen, ob’s per OS-Anpassung machbar ist (meistens ja). Mehr in Anpassungen per Ticket.
Ich brauche Custom-Software, die nicht in Plesk passt — geht das? Meistens ja. Docker für isolierte Anwendungen (von Dir selbst startbar) oder Custom-Setup auf OS-Ebene durch uns.
Weiter geht’s
Was anders ist als beim Shared-Reseller
Plesk vServer hat einige Vorteile gegenüber dem Shared-Reseller-Tarif: dedizierte Resourcen, Docker, Plesk Migrator. Wann sich der Wechsel lohnt.
Service-Pläne und Endkunden auf dem vServer
Endkunden-Verwaltung auf dem dedizierten vServer. Wie sich's vom Shared-Reseller unterscheidet, welche Quotas sinnvoll sind, Bulk-Workflows.
Docker im Plesk nutzen
Docker-Container direkt aus Plesk starten — eigene Apps, Tools, Test-Setups isoliert auf dem vServer betreiben. Setup, typische Use-Cases.
Plesk Migrator nutzen
Saubere Server-zu-Server-Migration mit dem Plesk-Migrator. Quell-Server angeben, Daten kommen rüber. Single-Site oder Massen-Migration.