Plesk verwaltet Ressourcen, kein Billing — wie Du Deinen Endkunden Rechnungen schreibst, ist Dein Geschäft. Was Plesk liefert: Statistiken über Resource-Verbrauch, die Du in Dein eigenes Billing einspeisen kannst.
Was Plesk an Statistiken bietet
In der Reseller-View → Statistiken:
Resource-Verbrauch pro Kunde
- Disk-Usage: aktueller Verbrauch in GB
- Traffic: monatlich, eingehend + ausgehend
- Mail-Volumen: Anzahl Mails, Mail-Storage
- DB-Größe: pro Datenbank
- CPU-Nutzung (eingeschränkt — Webhosting-Shared, nicht 1:1 messbar)
Listen-View mit Sortier- und Filterfunktion.
Reseller-Gesamt-Stats
- Gesamter Disk-Verbrauch im Reseller-Tarif
- Aktive Endkunden (nicht-suspendiert)
- Anzahl Domains insgesamt
- Anzahl Mailpostfächer
- Backup-Speicher
Traffic pro Domain
Pro Domain: monatlicher Traffic-Verbrauch. Praktisch wenn Endkunden mit Traffic-Limits arbeiten.
Reports erstellen
Plesk hat Reports für strukturierte Auswertungen:
In Statistiken → Reports:
- Tariffliste: alle Endkunden mit Service-Plan und Quotas
- Resource-Übersicht: aktueller Verbrauch vs. Plan-Limit pro Endkunde
- Audit: Aktivitäts-Log
Reports exportierbar als CSV — kannst Du in Excel oder eigenes Billing-Tool importieren.
Traffic-Statistik im Detail
Klassische Frage von Endkunden: „wie viel Traffic verbraucht meine Site?”
In Customer-Plesk → Statistik → Traffic zeigt:
- HTTP/HTTPS (Webseiten-Traffic)
- IMAP/SMTP (Mail-Traffic)
- FTP-Traffic
- DNS-Traffic
Pro Tag aufgeschlüsselt, monatliche Summen.
Default: Plesk speichert 12 Monate Traffic-History.
Billing-Workflow — wie viele es machen
Plesk integriert nicht mit Billing. Drei Modelle, die Reseller nutzen:
Modell A: Pauschalpreise pro Plan
- Endkunde zahlt pro Monat fixen Betrag basierend auf Service-Plan
- Plesk zeigt Dir, welcher Endkunde welchen Plan hat
- Du erstellst Rechnung manuell oder mit Billing-Tool (Lexoffice, sevDesk)
Modell B: Pauschal + Resource-Aufschlag
- Basis-Preis pro Plan
- Plus pro GB Disk über Plan-Limit
- Plus pro 100 GB Traffic
Statistik aus Plesk in dein Billing manuell oder automatisiert übernehmen.
Modell C: Komplett pauschal über Reseller-Tarif
- Du zahlst xaweho einen Pauschalbetrag (Reseller-Tarif)
- Endkunden zahlen Dir pauschal für „Hosting-Service”
- Differenz ist Deine Marge
Einfaches Modell für Wartungs-Verträge.
Pro Endkunde-Auswertung
Wenn Du individuelle Endkunden-Reports brauchst:
Kunden-Liste → Endkunde → Statistik.
Zeigt Endkunden-spezifisch:
- Disk-Verbrauch über Zeit
- Traffic über Zeit
- Aktive Mailpostfächer mit Größen
- Datenbank-Verbrauch
Praktisch wenn Du dem Endkunden monatlich einen kleinen Verbrauchs-Report mailst.
Daten in eigenes Billing-Tool
CSV-Export
Statistiken → Report → CSV-Export → in Excel/Numbers/Tabellenkalkulation.
Klassischer Workflow für kleine Reseller-Setups.
Plesk-API
Plesk hat eine REST-API. Auf Anfrage geben wir Zugang. Damit kannst Du:
- Statistiken automatisch in Dein Billing-Tool ziehen
- Endkunden-Stamm-Daten synchronisieren
- Account-Anlage automatisieren
Für API-Workflows brauchst Du Programmier-Kenntnisse oder einen Entwickler.
Billing-Tools mit Plesk-Anbindung
Manche kommerzielle Billing-Tools haben Plesk-Plugins:
- WHMCS: weit verbreitet bei Webhostern, Plesk-Module verfügbar
- Blesta: Open-Source-Alternative
- HostBill: kommerziell
Bei größerem Reseller-Geschäft: WHMCS o.ä. lohnt sich.
Notification-Settings für Schwellenwerte
Damit Du bei kritischen Werten gewarnt wirst:
In Werkzeuge & Einstellungen → Benachrichtigungen:
- Reseller-Disk-Verbrauch > 80% → Mail an Dich
- Endkunde-Disk-Verbrauch > 90% → Mail an Dich + Endkunde
- Traffic-Limit erreicht → Mail
- Backup-Fehler → Mail
Pro Schwellwert konfigurierbar.
Audit-Log
Wer hat was gemacht? Statistiken → Aktionsprotokoll:
- Plesk-Login-Verlauf (wer wann eingeloggt)
- Account-Änderungen
- Plan-Wechsel
- Backup-Operationen
- DNS-Änderungen
Bei Streit-Fragen mit Endkunden („wer hat das geändert?”): Audit-Log gibt Antwort.
Endkunden-Reporting (E-Mail an Endkunde)
Manche Reseller schicken monatlich kurzen Status-Report an Endkunden:
- Aktueller Disk-Verbrauch
- Traffic
- Backup-Status
- Site-Performance
Plesk hat dafür keine eingebaute Funktion. Workaround:
- CSV-Export aus Plesk
- Mit eigener Vorlage (Word/Mail-Tool) zusammenstellen
- Per Mail versenden
Bei vielen Endkunden: automatisieren mit eigenem Skript via API.
Service-Level-Reports
Wenn Du Endkunden Uptime-Garantien gibst:
- Plesk zeigt nicht direkt Site-Uptime
- Nutze externes Monitoring (UptimeRobot, Pingdom, eigenes Skript)
- Bei Bedarf bauen wir Server-side-Uptime-Reporting auf Anfrage ein
Stolperfallen
Disk-Verbrauch springt unerwartet hoch
Häufiger Grund: WordPress-Backups durch Plugins (UpdraftPlus, BackupBuddy) im Webspace gespeichert. Bei jedem Backup wächst’s.
Lösung: Backup-Plugin auf externes Ziel umstellen (Dropbox, S3) oder regelmäßig manuell aufräumen.
Traffic plötzlich extrem hoch
Mögliche Ursachen:
- Site wurde gehackt → Spam-Versand → Mail-Traffic explodiert
- DDoS-Attack
- Beliebter Content (geht selten mal viral)
Plesk-Statistik zeigt Traffic-Quelle. Bei Hack: Site sofort suspendieren.
Fehlende Statistiken bei manchen Domains
Manche kleine DNS-Setups oder Proxy-Konfigurationen führen zu fehlenden Stats. Bei Bedarf: Ticket bei uns.
Häufige Fragen
Wie genau sind Plesk-Traffic-Stats? Recht genau, Webserver-basiert. CDN-Traffic (wenn Endkunde Cloudflare nutzt) wird nicht erfasst.
Statistiken pro Stunde verfügbar? Tageswerte sind Standard. Stunden-Granularität nur in Logs (Webserver-Logs lesen).
Können Endkunden meine Reseller-Statistiken sehen? Nein. Sie sehen nur ihre eigenen Endkunden-Stats.
Wie lange werden Statistiken gespeichert? 12 Monate Default. Auf Wunsch verlängerbar.
Reseller-API für eigenes Billing — wie aufwendig? Mittel. Plesk-REST-API ist gut dokumentiert. Für Standard-Use-Cases: 1-3 Tage Programmier-Aufwand.
Können wir Reseller-Statistiken anonymisiert für Marketing nutzen? Aggregierte Stats (z.B. „X% unserer Reseller haben WordPress-Sites”) gerne. Datenschutz: keine Endkunden-spezifischen Daten ohne deren Zustimmung.
WHMCS-Integration mit xaweho-Reseller-Tarif? Plesk hat WHMCS-Module. Mit unserem Reseller-Setup kompatibel. Bei Setup-Fragen: schreib uns Ticket.
Plesk hat keine deutsche Buchhaltung — wo kommt das her? Plesk ist global. Buchhaltung ist Dein Geschäft. Tools wie Lexoffice oder sevDesk kannst Du parallel nutzen, manuelle Daten-Übergabe oder API.
Weiter geht’s
Erste Anmeldung als Reseller
Was Du nach der Bestellung als Reseller bekommst, wie der Reseller-Plesk-Bereich aussieht und worin der Unterschied zum Single-Webhosting liegt.
Reseller-Übersicht und Navigation
Tour durch die Plesk-Service-Provider-View: Kundenliste, Abonnements, Service-Pläne, Statistiken — und wo Du sie findest.
Service-Pläne anlegen
Service-Pläne sind Templates für Endkunden-Accounts. Quotas, Features, Berechtigungen pro Plan separat definieren — und an Kunden zuweisen.
Endkunden-Account anlegen
Neuer Kunde + erstes Abonnement: Customer-Daten, Service-Plan zuweisen, Domain anlegen, Login-Mail. Schritt für Schritt.