Standardmäßig erreichst Du Deine Synology bei uns unter einer Subdomain wie 12345.nas.xaweho.de. Funktional reicht das, aber viele wollen lieber die eigene Domain — nas.deinname.de, cloud.deinname.de, was auch immer. Geht in 5–15 Minuten, je nach DNS-Anbieter.
Voraussetzung: eine Domain, die Du kontrollierst
Du brauchst eine Domain, bei der Du DNS-Einträge setzen kannst — entweder direkt bei einem Registrar (1&1, Strato, IONOS, AllInkl, namecheap, hover) oder bei einem Drittanbieter wie Cloudflare.
Wir registrieren auch Domains für Dich, falls Du das nicht selbst machen willst. Schreib uns ein Ticket, wir sprechen die Optionen durch.
Welche IP-Adresse?
Du brauchst die öffentliche IPv4 Deiner Synology. Die steht in der Setup-Mail, die wir Dir nach Bereitstellung geschickt haben. Wenn Du sie nicht mehr findest:
- DSM-URL
12345.nas.xaweho.deaufrufen - Per
digodernslookup:dig 12345.nas.xaweho.de→ die IP steht im A-Record - Oder per Ticket bei uns nachfragen
DNS-Eintrag setzen
Logge Dich bei Deinem Domain-Anbieter ins DNS-Management. Lege einen A-Record an:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Name / Host | nas (oder eine andere Subdomain) |
| Typ | A |
| Wert / Ziel | öffentliche IPv4 Deiner Synology |
| TTL | 3600 (1 Stunde) — oder Default |
Speichern. Bei manchen Anbietern dauert die Änderung sofort, bei anderen 5–60 Minuten, im Worst Case bis 24 Stunden (alte Caches).
Test, ob’s klappt
Auf der Kommandozeile:
dig nas.deinname.de
Sollte Deine Synology-IP zurückgeben. Alternativ im Browser http://nas.deinname.de:5000 — sollte das DSM-Login zeigen (mit SSL-Warnung, weil noch kein Let’s-Encrypt-Zertifikat).
Wenn die IP nicht korrekt ist: DNS-Cache lokal leeren (sudo dscacheutil -flushcache auf macOS, ipconfig /flushdns auf Windows) und nochmal probieren. Wenn’s immer noch falsch ist: 30 Minuten warten, manchmal dauert die DNS-Propagation länger.
Schritt 2: Let’s-Encrypt-Zertifikat ausstellen
Sobald die DNS funktioniert, holst Du Dir ein SSL-Zertifikat — siehe Let’s-Encrypt-Zertifikat einrichten.
Mehrere Subdomains für verschiedene Apps
Aus unserer Praxis nutzen viele Kunden separate Subdomains für unterschiedliche Apps:
nas.deinname.de→ DSM-Hauptzugangdrive.deinname.de→ Synology Drivephotos.deinname.de→ Synology Photosmail.deinname.de→ Mail Plus
Alle zeigen auf dieselbe Synology-IP. Im DSM kannst Du in Anmeldeportal → Anwendungen pro Subdomain festlegen, welche App standardmäßig geladen wird, wenn jemand die Subdomain aufruft.
DNS-Einträge: A-Record pro Subdomain (oder ein einziger Wildcard-A-Record *.deinname.de).
Cloudflare als Proxy davor
Wenn Du DDoS-Schutz oder Caching willst, kannst Du Cloudflare als Proxy vor Deine Synology stellen. Setup:
- Domain bei Cloudflare anmelden (kostenlos).
- DNS-Einträge bei Cloudflare anlegen, Proxy-Status auf orange (proxied).
- SSL/TLS-Modus: „Full” oder „Full (strict)” — nicht „Flexible”, sonst Loop.
- Im DSM: Cloudflare-IPs in der Whitelist eintragen, sonst rotated Cloudflare ständig die IPs und der Fail2ban-ähnliche Auto-Block schmeißt sie raus.
Vorsicht beim Let’s-Encrypt-Renewal: HTTP-01-Challenge wird durch den Proxy geblockt. Lösung: kurz auf „DNS only” (graue Cloud) schalten, Renewal anstoßen, zurück auf orange.
Im Alltag ist Cloudflare als Proxy für Privatkunden eher Overkill. Für Setups mit höherem Traffic-Profil oder Compliance-Anforderungen sinnvoll.
DynDNS — wenn Deine IP wechselt
Bei uns hat Deine Synology eine statische IPv4 — die ändert sich nicht. DynDNS brauchst Du nicht.
Wenn Du eine zweite Synology zu Hause betreibst, die hinter einem normalen DSL-Anschluss steht, dann ja — dann läuft DynDNS-Update im DSM unter Systemsteuerung → Externer Zugriff → DDNS. Dort kannst Du Synology-eigenes DDNS (<deinname>.synology.me) oder einen anderen DynDNS-Anbieter konfigurieren.
IPv6-Setup
Wir vergeben Deiner Synology auch eine IPv6-Adresse. Wenn Du AAAA-Records willst, setze sie analog zum A-Record:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Name | nas |
| Typ | AAAA |
| Wert | öffentliche IPv6 Deiner Synology |
Das ist optional — A-Record allein reicht für die meisten Setups, weil v4 weit verbreitet ist.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die DNS-Änderung wirklich? Bei den meisten Anbietern 5–30 Minuten. Wenn Du eine niedrige TTL gesetzt hast, schneller. Bei manchen alten DNS-Resolvern dauert’s bis 24 Stunden.
Kann ich die alte xaweho-Subdomain weiter nutzen? Ja, beide Adressen funktionieren parallel. Die xaweho-Subdomain bleibt aktiv — falls Deine eigene Domain mal ausfällt, hast Du immer noch einen Backup-Zugang.
Was, wenn ich später meine Domain umziehe? Beim alten Anbieter den A-Record entfernen, beim neuen anlegen. Während der Umstellung ist die Synology einige Stunden nicht über die eigene Domain erreichbar — die xaweho-Subdomain funktioniert aber weiter.
Brauche ich eine eigene Domain wirklich? Nein. Funktional ist die xaweho-Subdomain identisch. Eigene Domain ist Komfort und Branding — bei Sharing-Links sieht eine eigene Domain professioneller aus.
Kann ich xaweho.de-Subdomains custom anpassen?
Wenn Du eine bestimmte Subdomain wie meinverein.nas.xaweho.de willst, schreib uns ein Ticket. Wir vergeben das auf Wunsch (sofern noch frei).
Wie schütze ich meine eigene Domain davor, an Dritte zu verkaufen? Domain-Lock setzen beim Registrar (verhindert Umzug ohne Auth-Code), 2FA auf den Registrar-Account, und die Domain mindestens 5 Jahre vorausbezahlen. Aus eigener Erfahrung: Domain-Diebstahl passiert fast immer durch unsichere Registrar-Accounts.
Funktioniert das auch mit Subdomains von kostenlosen DynDNS-Anbietern wie No-IP, FreeDNS? Ja. Solange Du den A-Record auf die richtige IP setzen kannst, geht’s. Allerdings werden manche kostenlosen DynDNS-Domains von Spam-Filtern blockiert — wenn Du Mailserver auf der Synology willst, lieber eine eigene Domain.
Weiter geht’s
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