Sobald Du in Plesk ein Mailpostfach angelegt hast, willst Du es typischerweise in Deinem Mailclient einrichten — Apple Mail, Outlook, Thunderbird auf dem Desktop, oder die jeweilige Smartphone-App. Hier die Server-Daten und Setup-Anleitungen pro Plattform.
Server-Daten — die Basis
| Setting | Wert |
|---|---|
| IMAP-Server | mail.deinedomain.de |
| IMAP-Port | 993 |
| IMAP-Sicherheit | SSL/TLS |
| SMTP-Server | mail.deinedomain.de |
| SMTP-Port | 465 (SSL/TLS) oder 587 (STARTTLS) |
| Authentifizierung | „Wie Posteingangsserver” oder Username + Passwort separat |
| Username | komplette Mailadresse (info@deinedomain.de) |
| Passwort | das Postfach-Passwort, nicht das Plesk-Passwort |
Manche Mailclients fragen nach dem Username als Mailadresse, andere wollen nur den lokalen Teil — Plesk akzeptiert beide Varianten.
Apple Mail (macOS)
- Mail → Einstellungen → Konten → +
- Anderer Mail-Account wählen
- Name (Anzeigename), Mailadresse, Passwort eingeben
- Manuell konfigurieren klicken (Auto-Discovery findet’s manchmal nicht)
- Mail-Server-Daten von oben eintragen
- Anmelden → Postfach wird verbunden
Apple Mail testet beim Erstellen die Verbindung. Wenn Fehler: Server-Daten genau prüfen, vor allem TLS/SSL-Häkchen.
Apple Mail (iPhone / iPad)
- Einstellungen → Mail → Accounts → Account hinzufügen
- Andere wählen
- Mail-Account hinzufügen
- Felder ausfüllen (Name, Mailadresse, Passwort, Beschreibung)
- Weiter → iOS testet — wenn Auto-Discovery klappt, fertig
- Falls nicht: Felder manuell:
- IMAP: Hostname
mail.deinedomain.de, Username, Passwort - SMTP: gleicher Hostname, Username, Passwort
- IMAP: Hostname
Outlook (Windows / Mac)
- Datei → Konto hinzufügen (Outlook 2016+)
- Mailadresse → Verbinden
- Outlook fragt Account-Typ → IMAP
- Server-Daten:
- Eingehender Server:
mail.deinedomain.de, Port 993, SSL - Ausgehender Server:
mail.deinedomain.de, Port 465, SSL
- Eingehender Server:
- Passwort → Verbinden
Outlook hat manchmal seltsame Auto-Discovery-Versuche, die fehlschlagen. Wenn das passiert: Erweitertes Setup und manuell.
Thunderbird
- Datei → Neu → Bestehender E-Mail-Account
- Name, Mailadresse, Passwort eingeben
- Weiter — Thunderbird versucht Auto-Discovery
- Wenn nicht: Manuelle Einrichtung:
- IMAP:
mail.deinedomain.de, Port 993, SSL/TLS - SMTP:
mail.deinedomain.de, Port 465, SSL/TLS - Authentifizierung: Normales Passwort
- IMAP:
- Fertig
Thunderbird ist meistens sehr robust beim Auto-Setup.
K-9 Mail (Android, kostenlos)
- + neues Konto
- Mailadresse, Passwort
- Manuell konfigurieren
- Konto-Typ: IMAP
- Server-Daten wie oben
- Fertig
Gmail-App (iOS / Android)
Gmail-App unterstützt IMAP-Accounts:
- + Konto hinzufügen → Andere
- Mailadresse, Passwort
- Server-Daten manuell
Apple Mail und Spark (iOS / Android)
Spark unterstützt IMAP — Setup analog Apple Mail, mit zusätzlichen Features (Snooze, Templates).
Stolperfallen
Login funktioniert nicht trotz korrektem Passwort
- Username: komplette Mailadresse, nicht nur lokaler Teil
- Passwort: ohne führende/nachfolgende Leerzeichen
- Plesk-Passwort vs. Postfach-Passwort: unterschiedliche Dinge
„Verbindung unsicher” / Zertifikat-Warnung
Mailclient akzeptiert SSL-Zertifikat nicht. Mögliche Gründe:
- Du nutzt
mail.altedomain.deaber Cert ist fürmail.deinedomain.de - Cert ist abgelaufen — bei uns sollte das nie passieren, sonst Ticket
Lösung: Server-Adresse auf den korrekten Hostname setzen.
SMTP klappt nicht („Mails können nicht gesendet werden”)
- SMTP-Authentifizierung aktivieren („Wie Posteingangsserver”)
- Port 465 (SSL) oder 587 (STARTTLS) — nicht 25 (das ist Server-zu-Server-Mail)
- Manche ISPs blockieren Port 25 ausgehend — nicht relevant für unseren Setup, aber gut zu wissen
Mail kommt nur eingehend, nicht ausgehend (oder umgekehrt)
Beide IMAP- und SMTP-Settings prüfen, oft hat man eines vergessen.
Mailclient lädt sehr langsam beim ersten Mal
Erst-Sync von vielen Mails dauert. Bei großen Postfächern (>10 GB): Stunden möglich.
Push vs. Polling
- iPhone Apple Mail: nutzt IMAP IDLE (Push) — neue Mails kommen sofort
- Android K-9: ähnlich, IDLE-Support
- Outlook Desktop: pollt alle 1-15 Min (Default)
- Gmail-App: pollt
Für instantane Benachrichtigung: IMAP IDLE-fähigen Client nutzen, in Settings „Push” aktivieren.
Mehrere Geräte gleichzeitig
Beliebig viele. iPhone + Mac + Outlook am Büro-PC + Webmail — alles parallel.
IMAP synct alle Aktionen (gelesen-Status, Ordner-Verschiebungen) zwischen allen Clients.
Stets-Online-Modus vs Offline-Caching
- Online-Modus: Mailclient holt Mails on-demand, schmal lokaler Speicher
- Offline-Cache: Mails lokal gespeichert, auch ohne Internet lesbar
Default-Verhalten je nach Client. Bei mobilen Geräten: 30 Tage Cache typisch.
Häufige Fragen
Welcher SMTP-Port — 465 oder 587? Beide funktionieren bei uns. 465 (SSL/TLS) ist robuster, 587 (STARTTLS) der historische „Mail Submission”-Standard.
Was, wenn der Mailclient automatisch Port 25 vorschlägt? Port 25 ist Server-zu-Server-Mail, nicht Client-zu-Server. Auf 465 oder 587 ändern.
Brauche ich für Mobile separate App-Passwörter? Nein, Plesk-Mail hat keine 2FA-Pflicht. Postfach-Passwort funktioniert direkt.
Wie viele Mails kann ich pro Tag senden? Standard: ~500 Mails/Stunde pro Postfach. Bei kommerziellen Newslettern (>1000 Mails) eigene Versand-Plattform nutzen.
Mailclient zeigt Adressbuch — kann ich Plesk-seitig synchronisieren? Plesk Mail hat keinen CardDAV-Server. Adressbücher sind lokal pro Mailclient. Für Cloud-Sync: Nextcloud oder iCloud nutzen.
Kalender-Einladungen funktionieren — geht das auch mit Plesk-Mail?
Plesk hat kein CalDAV/Calendar. Du kannst aber .ics-Einladungen empfangen und zum lokalen Kalender hinzufügen. Für vollwertige Kalender-Integration: separater Mailcow-Server.
Mein Mailclient zeigt manchmal “Disconnected” — Fix? IMAP-Verbindung kann bei Timeouts kurz wegbrechen. Modern Clients reconnecten automatisch. Bei wiederholten Problemen: Internet-Verbindung prüfen.
Wie nutze ich PGP / S/MIME? Mail-seitig unverändert — Verschlüsselung passiert im Client. Setup pro Client (Mail, Thunderbird mit Enigmail, etc.).
Weiter geht’s
Erste Anmeldung in Plesk
Was Du nach der Bestellung bekommst, wie Du Dich das erste Mal in Plesk einloggst und was Du als Erstes einstellen solltest.
Plesk-Dashboard und Navigation
Wie Plesk aufgebaut ist: linke Navigation, Domain-Liste, Tabs pro Domain, Service-Plan-Limits. Damit Du nicht suchen musst.
Domain-Übersicht und Webspace
Was die Domain-Detail-Seite zeigt: Document-Root, Subdomain anlegen, DNS-Status, Webspace-Quota. Damit Du Dich auf Deiner Hauptdomain auskennst.
File Manager im Browser
Files hochladen, editieren, Permissions setzen — alles in Plesks eingebauten File Manager. Wann das reicht, wann FTPS besser ist.