Der direkteste Weg zu Deinem storageDRIVE: per SMB als Laufwerk einbinden. Danach taucht der Speicher im Finder oder Explorer auf wie eine lokale Platte — Dateien öffnen, speichern, verschieben, direkt aus jedem Programm. Kein Add-on, keine Extra-Software, in jedem Tarif inklusive.
Was Du brauchst
- Deine Server-Adresse und Deinen Freigabenamen — beides steht in der Willkommens-Mail nach der Bestellung.
- Deinen DSM-Benutzernamen und das Passwort (dieselben Zugangsdaten wie fürs Web-Interface).
Wenn Du 2FA aktiviert hast — gute Entscheidung —, nutzt SMB trotzdem Dein normales Passwort. 2FA greift beim Web-Login, nicht beim Protokoll-Zugriff.
Technisch sprechen wir SMB 3 — das beherrschen macOS, Windows und jedes aktuelle Linux von Haus aus, Du musst nichts umstellen.
macOS: Finder
- Finder öffnen → Menü Gehe zu → Mit Server verbinden (oder einfach
⌘K). - Adresse eintragen:
smb://<server-adresse>— die Adresse aus Deiner Willkommens-Mail. - Verbinden klicken, als Registrierter Benutzer mit Deinen DSM-Zugangsdaten anmelden.
- Freigabe auswählen — fertig. Der Speicher liegt jetzt als Volume im Finder.
Auto-Mount beim Anmelden: Systemeinstellungen → Allgemein → Anmeldeobjekte → das eingebundene Volume per Plus-Knopf hinzufügen. Beim Anmelden setzt macOS die Verbindung automatisch wieder auf. Damit macOS das Passwort behält, beim ersten Verbinden „Passwort im Schlüsselbund sichern” anhaken.
Windows: Explorer
- Explorer öffnen → Dieser PC → oben im Menüband Netzlaufwerk verbinden.
- Laufwerksbuchstaben wählen (nimm was Freies,
X:hat Stil). - Ordner:
\\<server-adresse>\<freigabename>— beides aus der Willkommens-Mail. - Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen anhaken, Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen ebenfalls.
- Fertig stellen, dann DSM-Benutzername und Passwort eintragen und speichern.
Der Speicher hängt jetzt als Laufwerk X: im Explorer — und nach jedem Neustart automatisch wieder.
Linux: Mount
Einmalig von Hand (Paket cifs-utils vorausgesetzt):
sudo mkdir -p /mnt/storagedrive
sudo mount -t cifs //<server-adresse>/<freigabename> /mnt/storagedrive \
-o username=DEIN_DSM_USER,uid=$(id -u),gid=$(id -g)
Das Passwort fragt mount interaktiv ab. Für den dauerhaften Mount per /etc/fstab gehören die Zugangsdaten in eine geschützte Credentials-Datei statt in die fstab selbst:
sudo sh -c 'printf "username=DEIN_DSM_USER\npassword=DEIN_PASSWORT\n" > /root/.storagedrive-cred'
sudo chmod 600 /root/.storagedrive-cred
Dann in /etc/fstab:
//<server-adresse>/<freigabename> /mnt/storagedrive cifs credentials=/root/.storagedrive-cred,uid=1000,gid=1000,_netdev,nofail 0 0
_netdev sorgt dafür, dass der Mount aufs Netzwerk wartet, nofail, dass Dein Rechner auch ohne Verbindung sauber bootet — die typische Stolperfalle bei Netz-Mounts in der fstab.
Time Machine auf das Laufwerk sichern (Mac)
Weil storageDRIVE ein echtes SMB-Share ist, akzeptiert macOS es als Time-Machine-Ziel:
- Laufwerk wie oben beschrieben verbinden.
- Systemeinstellungen → Allgemein → Time Machine → Backup-Volume hinzufügen → das storageDRIVE-Volume auswählen.
- Optional „Backups verschlüsseln” aktivieren — dann kann auch niemand mit Zugriff auf das Share Deine Sicherung lesen.
Klartext zur Bandbreite: die erste Vollsicherung schiebt Deinen kompletten Mac durch Deine Upload-Leitung. Bei 40 MBit/s Upload sind das rund 400 GB pro Tag — ein volles 1-TB-MacBook braucht also zwei bis drei Tage, bei langsamerem DSL entsprechend länger. Den Mac dafür am Strom und im WLAN lassen; Time Machine macht bei Unterbrechungen einfach weiter. Danach sichert es nur noch Änderungen, das fällt im Alltag nicht mehr auf.
Die Tarifgröße passend wählen: Time Machine hält Versionen vor, das Backup braucht mit der Zeit spürbar mehr Platz als die reine Datenmenge — als Faustregel das 1,5- bis 2-Fache des belegten Mac-Speichers einplanen.
SMB oder Drive-Client — was wofür?
Beides hat seinen Platz, und in 95 % der Fälle ist die Antwort: beides parallel.
- SMB-Laufwerk: direktes Arbeiten auf dem Speicher. Nichts liegt doppelt auf Deiner Platte — ideal, wenn das Notebook kleiner ist als Deine Datenmenge. Kehrseite: ohne Internet kein Zugriff.
- Synology Drive Client: synchronisiert einen lokalen Ordner. Alles ist offline verfügbar, Änderungen gleichen sich ab, sobald Du wieder online bist — dafür belegt der Ordner lokalen Platz.
Praxis-Tipp aus dem Ticket-Alltag: sehr große Einzeldateien (Videoschnitt-Projekte, VM-Images) über eine wackelige Leitung lieber erst lokal fertigstellen und dann aufs Laufwerk kopieren. SMB bricht bei Verbindungsabrissen mitten im Schreibvorgang ab — das ist Protokoll-Natur, keine Eigenheit von uns.
Häufige Fragen
Der Finder/Explorer findet den Server nicht — was nun? Erst die Basics: Tippfehler in der Adresse, VPN oder Firmen-Firewall dazwischen? In strikten Firmennetzen ist SMB nach draußen gelegentlich gesperrt — dann nimm WebDAV, das läuft über HTTPS und kommt praktisch überall durch.
Kann ich mehrere Rechner gleichzeitig verbinden? Ja. Mac, Windows-PC und Linux-Rechner können parallel mit demselben Konto verbunden sein. Nur dieselbe Datei gleichzeitig in zwei Programmen bearbeiten solltest Du nicht — das letzte Speichern gewinnt.
Zählt das SMB-Laufwerk extra zur Quota? Nein. Egal ob per SMB, Drive-Client oder Browser — es ist derselbe Speicher, dieselbe Quota.
Weiter geht’s
- WebDAV-Zugriff — die HTTPS-Alternative fürs Netzlaufwerk
- SFTP-Zugriff — für Skripte und CLI
- Synology Drive Desktop-Client — Sync statt Direktzugriff
Erste Anmeldung am DSM
Was Du nach der Bestellung bekommst und wie Du Dich das erste Mal in Deinen storageDRIVE-Account einloggst.
Account und Quota — wie Dein Speicher bei storageDRIVE funktioniert
Ein Tarif, ein Nutzerkonto, feste Quota: was zur Quota zählt, was passiert, wenn sie voll ist, und wie Upgrades laufen.
File Station — der Datei-Manager im Browser
Klassischer Datei-Manager im DSM. Upload, Download, Ordner anlegen, ZIP-Erstellung, Vorschau, Sharing-Links.
Synology Drive im Browser nutzen
Synology Drive ist der moderne Sync-Hub im DSM. Browser-Ansicht mit Versions-Verlauf, Office-Editing, Sharing — und Anbindung an alle Drive-Clients.