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Komplette VM oder Container aus PBS zurückspielen

Schritt für Schritt: Backup-Snapshot auswählen, Ziel-Storage festlegen, VM-ID übernehmen oder neu vergeben — und Restore starten.

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Wenn eine VM beschädigt ist, eine versehentliche Löschung passiert ist oder Du auf einen früheren Stand zurück willst — der Restore aus PBS ist in wenigen Minuten erledigt. PBS unterstützt sowohl das Zurückspielen über die exakt gleiche VM-ID als auch das Anlegen einer neuen VM aus dem Backup.

Restore über die PVE-GUI

  1. Im PVE-Tree die VM auswählen (oder einen beliebigen Node, wenn die VM nicht mehr existiert).
  2. Wenn die VM noch existiert: Backup-Tab anklicken. Wenn die VM nicht mehr existiert: oben unter dem Node Storage → <dein-pbs-storage> → Content öffnen.
  3. Den Snapshot auswählen, den Du zurückspielen willst.
  4. Restore klicken.

Im Dialog:

FeldBedeutung
StorageAuf welchen PVE-Storage die VM zurückgespielt werden soll (lokales LVM, Ceph, NFS, …)
VM-IDLass leer für die ursprüngliche ID, oder gib eine neue ID an, wenn Du parallel zur bestehenden VM die alte Version zurückholen willst
Bandwidth limitOptional Drosselung
Override settingsCPU, Memory, Name pro Restore anpassen
Live restoreVM während des Restores schon starten (siehe unten)
UniqueNeue MAC-Adressen erzeugen — wichtig, wenn beide VMs (Original und Restore) parallel laufen sollen

Klick Restore — der Restore läuft.

Was bei einem Restore passiert

PBS überträgt die Disk-Images zurück zum PVE. Das ist effektiv das umgekehrte Backup:

  • VM-Konfiguration wird wiederhergestellt (CPU, RAM, Devices)
  • Disk-Images werden auf den Ziel-Storage kopiert
  • Snapshots der VM werden nicht aus dem Backup wiederhergestellt — PBS sichert immer den State zum Backup-Zeitpunkt, ohne historische VM-Snapshots
  • VM startet nicht automatisch nach dem Restore — Du startest sie manuell

Nach dem Restore findest Du die VM im Tree wie gewohnt und kannst sie starten.

Live-Restore — VM startet während des Transfers

Bei sehr großen VMs (mehrere hundert GB) dauert der Restore lange. Live restore startet die VM direkt aus dem PBS — sie läuft, während die Daten noch im Hintergrund kopiert werden. Sobald alles übertragen ist, ist die VM unabhängig vom PBS.

Voraussetzungen:

  • Ziel-Storage unterstützt Live-Restore (NFS, Ceph, ZFS — nicht alle lokalen Speicher)
  • Internet-Anbindung muss durchgehend stabil sein, sonst hängt sich die VM auf

Wenn Du Live-Restore aktivieren willst, das Häkchen im Dialog setzen. Der Status zeigt: VM startet sofort, im Hintergrund läuft der Transfer.

Restore über die CLI

Wenn Du lieber per SSH:

# VM zurückspielen mit ursprünglicher ID
pct restore 100 \
  xaweho-pbs:backup/vm/100/2026-05-08T02:00:00Z \
  --storage local-lvm

# Mit neuer VM-ID, damit das Original nicht überschrieben wird
qmrestore xaweho-pbs:backup/vm/100/2026-05-08T02:00:00Z 999 \
  --storage local-lvm \
  --unique 1

Die Snapshot-ID (2026-05-08T02:00:00Z) findest Du in der PBS-GUI im Content-Browser oder per proxmox-backup-client snapshot list <datastore>.

VM-Konfiguration aus dem Backup übernehmen

Standardmäßig nimmt PVE die im Backup gespeicherte Konfiguration. Wenn Du das nicht willst — etwa weil die ursprüngliche Konfiguration zu viele Ressourcen vorgesehen hat — überschreibst Du im Restore-Dialog unter “Override settings” die Werte für CPU, Memory etc.

Bei mehrfachen Restores einer VM mit unterschiedlichen Konfigurationen: lege die VM-Konfiguration manuell an, dann nutze qmrestore --restore-config 0 — die Disk wird zurückgespielt, die Konfiguration bleibt wie sie ist.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Restore? Hängt von VM-Größe und Anbindung ab. Eine 100-GB-VM mit symmetrischer 1-GBit-Anbindung in 15 Minuten. Mit 50 MBit Heim-Internet eher 4–5 Stunden. Mit Live restore ist die VM nach Sekunden wieder verfügbar — aber bis der Transfer fertig ist, sollte die Internet-Verbindung stabil bleiben.

Was, wenn die VM nicht mehr im PVE existiert? Kein Problem. Geh in Storage → <dein-pbs-storage> → Content, dort siehst Du alle Backups, auch von gelöschten VMs. Restore startet einen neuen VM-Eintrag im PVE.

Kann ich auf einen anderen PVE-Host restoren? Ja. Auf dem Ziel-Host musst Du den PBS-Storage einrichten (Datastore + User + Fingerprint), dann siehst Du alle Backups dort und kannst restoren.

Was, wenn ich nur eine einzelne Datei aus der VM brauche? Dann brauchst Du keinen ganzen VM-Restore. PBS unterstützt File-Browse direkt aus VM-Backups — siehe Single-File-Restore aus VM-Backup.

Was passiert mit Snapshots, die in der VM existierten? PBS sichert nur den aktuellen Stand zum Backup-Zeitpunkt. VM-Snapshots gehen beim Restore verloren. Wenn Du Snapshots der VM erhalten willst, musst Du sie als separate Backups vor dem Snapshot machen.

Live-Restore startet, aber VM hängt — was tun? Meistens Verbindungsabbruch zum PBS. Schau in Tasks auf dem PBS, ob der Transfer noch läuft. Bei Abbruch: VM herunterfahren, Restore neu starten — die schon übertragenen Daten zählen, der Restore beginnt nicht von vorne.

Kann ich beim Restore die VM-ID ändern, um die alte VM nebenbei laufen zu lassen? Ja. Im Restore-Dialog eine andere VM-ID angeben (z.B. 999), zusätzlich “Unique” aktivieren (für neue MAC-Adressen). Beide VMs können parallel laufen.

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pbs restore recovery

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