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Mehrere Proxmox-VE-Hosts auf einen PBS-Datastore sichern

Cluster-Setup, separate Hosts, Standalone-PVE — wie Du mehrere PVE-Quellen in einen einzigen PBS-Datastore zusammenführst, ohne dass sie sich gegenseitig in die Quere kommen.

mittel ·

Du hast nicht nur einen Proxmox-VE-Host, sondern mehrere — vielleicht einen Cluster, vielleicht zwei Standorte, vielleicht einen Test- und einen Produktiv-Host. Alle sollen ihre Backups in den gleichen PBS-Datastore schicken. Geht ohne Probleme — Du musst nur ein paar Dinge beachten, damit sich die Backups nicht ins Gehege kommen.

Variante 1: Alle Hosts gleichberechtigt, gemeinsamer Datastore

Das einfachste Setup, wenn alle Hosts den gleichen Pool von VMs sichern:

  • Alle PVE-Hosts nutzen den gleichen PBS-Storage-Eintrag (gleiche Server-URL, gleicher User, gleicher Datastore).
  • VM-IDs sind im Cluster sowieso eindeutig.
  • Snapshots aller Hosts landen unter vm/<vmid>/<timestamp> im Datastore.

Vorsicht bei Standalone-Hosts mit überlappenden VM-IDs: Wenn auf Host A eine VM mit ID 100 existiert und auf Host B auch eine VM mit ID 100 (anderes Setup), würden beide unter vm/100/... landen — die Snapshots überschreiben sich nicht, aber die Liste wird verwirrend, und der Restore zeigt VMs aus beiden Hosts gemischt.

Lösung: Namespaces.

Variante 2: Mit Namespaces für saubere Trennung

PBS-Namespaces sind wie virtuelle Sub-Datastores innerhalb eines Datastores. Du kannst pro Host (oder pro Kunde, pro Use-Case) einen Namespace anlegen und dort die Backups isolieren.

Beispiel:

Datastore "12345"
├── (root namespace)         <- Cluster-Backups
├── ns/host-zuhause          <- Standalone-Host bei Dir zuhause
└── ns/test-environment      <- Test-Cluster

VM-IDs können sich pro Namespace überschneiden — die Snapshots bleiben getrennt.

Namespace anlegen

In der PBS-GUI:

  1. Datastore → <dein-datastore> → Permissions oder Content (je nach PBS-Version).
  2. Add Namespace.
  3. Namen vergeben, z.B. host-zuhause.

Namespace im PVE-Storage nutzen

Beim Hinzufügen oder Editieren des PBS-Storage im PVE:

  • Feld Namespace: host-zuhause eintragen.

Alle Backups dieses PVE-Hosts landen jetzt im Namespace host-zuhause statt im Root.

Variante 3: Mit separaten Usern für separate Hosts

Wenn Du zusätzlich Permissions trennen willst (etwa weil ein Kollege nur seinen Host-Datastore sehen soll):

  1. Configuration → Access Control → Users → Add.
  2. Neuen User pro Host anlegen, z.B. host-zuhause@pbs.
  3. Permissions auf den Datastore (oder spezifischen Namespace) vergeben.
  4. Im PVE-Storage des jeweiligen Hosts diesen User nutzen.

So kann jeder Host nur in seinen eigenen Bereich schreiben.

Permission-Modell pro Namespace

PBS unterstützt feingranulare Permissions auf Namespace-Ebene:

  • Datastore.Backup — darf neue Backups schreiben.
  • Datastore.Modify — darf Backups löschen, prunen.
  • Datastore.Reader — darf Backups lesen (für Restore).
  • Datastore.Verify — darf Verify-Jobs ausführen.

Best Practice für IT-Dienstleister-Setup:

  • Pro Kunden-Host eigener PBS-User.
  • Eigener Namespace im Datastore.
  • User hat nur Datastore.Backup und Datastore.Reader auf seinem Namespace — kein Modify, also kann er auch nichts löschen.
  • Prune und GC laufen Datastore-weit als Admin.

Schedule beim Multi-Host-Setup

Wenn Du mehrere Hosts auf den gleichen Datastore sicherst:

  • Backups nicht parallel laufen lassen: Wenn fünf Hosts gleichzeitig 100 GB schicken, geht die Anbindung in die Knie.
  • Nachts staffeln: Host 1 um 02:00, Host 2 um 02:30, Host 3 um 03:00.
  • Bandwidth Limits pro Host: Wenn parallel laufen muss, jeden Host auf einen Bruchteil der Anbindung beschränken.

Häufige Fragen

Brauche ich Namespaces, wenn ich nur einen Host habe? Nein. Bei einem einzelnen Host genügt der Root-Namespace.

Was, wenn zwei Hosts die gleiche VM-ID nutzen? Ohne Namespaces: Beide schreiben in vm/100/... — Snapshots werden chronologisch eingereiht, gemischt. Restore zeigt eine kombinierte Liste, was meist verwirrend ist. Mit Namespaces: jedem Host seinen eigenen Namespace geben, dann sind die Snapshots sauber getrennt.

Cluster mit gemeinsamen VM-IDs: brauche ich da Namespaces? Nein. Im Proxmox-Cluster sind VM-IDs ohnehin eindeutig — da sehen alle Hosts den gleichen VM-Pool. Backup-Snapshots werden unter vm/<vmid>/... korrekt abgelegt.

Kann ein Backup-Job auf zwei Datastores parallel sichern? Ja, indirekt. Du kannst zwei Backup-Jobs anlegen, jeder mit anderem Storage-Ziel. Oder Du nutzt Sync Jobs: Backup läuft auf den Primär-Datastore, Sync zieht zum Sekundär-Datastore.

Braucht jeder Host einen eigenen API-Token? Empfohlen ja. So kannst Du einzelne Hosts revoken, ohne dass andere betroffen sind.

Welche User-ID nutze ich im PVE-Storage? Entweder den User-Login (z.B. 12345@pbs) mit Passwort, oder einen API-Token (12345@pbs!hostname-token). Token sind sicherer und revokable, daher empfohlen.

Kann ich Namespaces nachträglich umstrukturieren? Ja, aber Du musst Snapshots zwischen Namespaces manuell verschieben oder neu sichern. Bestehende Snapshots ändern ihren Namespace nicht automatisch.

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Tags
pbs multi-host cluster namespace

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